Alpin-Süd Tourismus und Medien GmbH

Biosphärenpark Nockberge

Die Kärntner Nockberge zählen zu den interessantesten und ältesten Mittelgebirgsformationen Europas und bilden in ihrer geomorphologischen Ausprägung einen einzigartigen Teil des gesamten Alpenraumes. Die sanft gerundeten Berge und Kuppen (Nocken genannt) stehen im Gegensatz zu den schroffen Hochgebirgsformen der im Westen angrenzenden Hohen Tauern, der Niederen Tauern im Norden und der Karawanken und Karnischen Alpen im Süden. Die um 800 – 900 Meter niedrigere Gipfelflur der Nockberge gegenüber den Hohen Tauern ergibt sich aus der geologischen Geschichte.

Gebildet wurden die Nockberge vor ca. 60 Millionen Jahren und geformt bis zur heutigen Zeit. Eine vielfältige Gesteinszusammensetzung kennzeichnet die Region. Die geologische Besonderheit liegt jedoch im Auftreten eines Kalk- und Dolomitgesteinszugs, der sich bis zu einem 3 km breiten Band von Nord nach Süd durchzieht. Der Bergbau wurde bereits vor über 500 Jahren intensiv betrieben. Eisenerz, Magnesit, Anthrazit und Granate wurden und werden im Lauf der Geschichte gewonnen.

Kulturraum

Die Natur- und Kulturlandschaft der Nockberge ist vielfältig und in ihrer Zusammensetzung einzigartig. Seit Generationen wird hier Bergbau betrieben. Ebenso traditionsreich sind die vielen Bräuche und Sagen aus der Region. Neben der reichen Kultur kennzeichnen die Nockberge eine umfangreiche Tier- und Pflanzenwelt.

Ebenso vielfältig und reich wie die Fora und Fauna der Nockberge ist die Kultur dieser Region. Über Jahrhunderte beeinflusst durch die ländliche Bevölkerung, das Brauchtum und den (Aber-)Glauben entwickelten sich Traditionen, die teilweise noch heute liebevoll gepflegt werden. Sichtbar gemacht anhand der Bauweise, der Siedlungsgeschichte und den vielen Veranstaltungen.

Lernen Sie die Geschichte und Gegenwart der Kärntner Nockberge kennen. Besuchen Sie den Almabtrieb, die Bäder oder eine der traditionellen Mühlen— tauchen Sie ein in eine vergangene Zeit, in eine vielfältige Gegenwart.

Tierwelt

In den Nockbergen findet sich eine reiche Tierwelt, das Ergebnis von Auslöschungs- und Wiederbesiedelungsvorgängen der letzten Jahrhunderte und -tausende, ein Produkt von Anpassungen an die Natur und an die Menschen. Zahlreiche Säugetiere, Vögel, Amphibien, Fische und Insekten bewohnen das Schutzgebiet. Jeder Lebensraum wird genutzt.

Pflanzenwelt

Nahezu überall in den Nockbergen blühen und gedeihen die verschiedensten Pflanzen. Sanfte Kuppen, saftige Wiesen und das Klima begünstigen die Artenvielfalt. Es finden sich so unterschiedliche Pflanzen wie die widerstandsfähige Zirbe, der einzigartige Speik, kleine und große Besonderheiten. Sie alle bilden die Grundlage und den Lebensraum für die Vielzahl an Lebewesen in den Nockbergen. Ein respektvoller Umgang mit der Pflanzenwelt ist besonders wichtig, stehen doch einige Arten unter strengem Naturschutz.

Die Nockalmstraße

Die Nockalmstraße führt mitten durch den Park und wurde unter größtmöglicher Schonung der Natur angelegt. Sie wurde 1981 fertiggestellt und ist ca. 35 km lang. Die Ausgangspunkte der Straße sind im Osten die Gemeinde Ebene Reichenau und im Westen die Gemeinde Krems in Kärnten. In 52 Kurven schlängelt sich die Straße durch die Nockberge, die höchste Erhebung der Nockalmstraße ist die Eisentalhöhe (2042 m Seehöhe).

Seit der Eröffnung ist die Nockalmstraße ein beliebtes Ausflugsziel mit Auto, Motorrad, Bike oder zu Fuß. Entlang des Weges finden sich neben der beeindruckenden Naturlandschaft viele Einkehrstationen, Rastplätze, Themenwege und Kinderspielplätze.


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